Natürlich gibt es weiterhin neuen Kram von mir.
Lyrik, Texte, Kurzprosa sowie Mädchen, Gedanken
und Experimente auf:
Archiv für die Kategorie „inbrunst initial“
Ich “blogge” weiter.
Samstag, 20. Februar 2010Pause.
Dienstag, 12. Januar 2010Kaputt.
Mittwoch, 26. August 2009
Große Elefanten
Kalter Regen, dicke Vögel
Bäume mit Haaren
Jetzt die Kraft bewahren
So viel Matsch
Zu viel Schleim in Hosentaschen
Wo ist Schokolade?
Er will Kaffee-Sahne naschen
Und die drallen Dinger packen
Und die blonden Locken
B-Dur funktioniert nicht
Die Droge ruiniert mich
Gelähmt.
Freitag, 14. August 2009Was er kann, das kann nicht jeder,
kann nicht jeder richtig gut.
Was er will, das wollen viele;
alle wollen, dass sich was tut.
Wann und wie die Chancen kommen,
das weiß keiner; keiner ahnt,
warum manche nie ankommen,
nie bei sich sind.
Leben lahmt.
Im Café.
Montag, 10. August 2009Zwei Familien
Fanta für Kids
Kaffee für Papa
Zigarettenrauch
Dönerschwaden
500 Euro Kinderwagen
Balg spielt
Balg fällt
Balg schreit
Mama rennt
Halb so schlimm
Heute Abend “Wetten, dass…”
Morgen Mittag Rasenmähen
Paderborn.
Montag, 3. August 2009Durch die Pampa. Komisches Wetter. Komische Fahrt.
Zwölf Stopps an gefegten Bahnsteigen.
Ruckelnd vorbei an Häusern. Verklinkert und grau.
Gekachelte Terrassen mit verwitterten Rattanstühlen.
Blau spiegelnde Zierkugeln in den Beeten.
Bunte Plastikrutsche im Garten. Sie steht im feuchten Sand.
Katzen im Fenster. Vor der Tür japanische Kleinwagen
und ein Opel-Kombi, moosmetallic.
Die Tochter spielt Nintendogs. Die Oma putzt Gemüse.
Der Vater flucht im Taubenschlag. Die Mutter beim Tarot.
In der Stadt stehen eierschalenfarbene Blechbauten.
Nicht weit vom alten Rathaus. Der T-Punkt mietet da.
Auf der Bank davor ist Opa eingenickt. Der Schlaf der
Gerechten. Er trägt Ockerfarben und Trekkingsandalen.
Vor Afrika schießt ein Pirat. Der Enkel fällt.
Und das soll es gewesen sein?
Dienstleister.
Samstag, 1. August 2009Guck sie an die schicken Diener
Guck sie an die Loftbüros
So sieht moderne Arbeit aus
Da sind die freshen people los
Aber ja, aber ja
Genau so setzen wir das um
Wir geben alles für Sie, Meister
Legen uns auch nachts noch krumm
So viel wollen Sie nicht bezahlen?
Wir machen gern ‘nen anderen Preis!
Nehmen Sie nur uns zu Sklaven
Nur wir sind wirklich richtig heiß
Unsere Nerven können’s vertragen
Wir akzeptieren jeden Spruch
Sie sitzen gut, wir fahren den Wagen
Bis zum finalen Achsenbruch
Wir machen alles wie Sie sagen
Durch uns werden Träume wahr
Wir haben Burn-out, Sie die Zahlen
Guter Umsatz? Wunderbar!
Unsere Leistung? Nein, ach was denn!
Ihre Führung war entscheidend
Massive Schäden an unserem Rückgrat?
Macht doch nichts, der Job war High End
Morgen gehts gleich spannend weiter
Wozu Weekend, scheiß doch drauf
Geballte energy reicht weiter
Und Sonntag setzen wir eins drauf
Ach das hat Ihnen nicht gereicht?
Lächeln, lächeln: Jetzt nicht patzen
Weiter gehts mit Brainstorm-Meetings
Wir hören Sie so gerne schwatzen
Bis Sie nicken, bis zum Ende
Buckeln wir zu Ihren Füßen
Was hat das wieder fun gemacht
Wofür müssen wir bloß büßen?
SZ Poetry Slam: Es geht um Politik.
Donnerstag, 30. Juli 2009Es holpert und ich bin gar kein Poetry Slammer…
aber am Ende ist es einfach die Wahheit.
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UPDATE: Ha, 2,5 Sterne. Naja, straft mich Amateur
nur ab, hihi.
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UPDATE 2: JA GEHT ES NOCH?
Areal fünf eins.
Sonntag, 19. Juli 2009Nie Tag, nie Nacht, nur stetig grau.
Vor schwarzem Himmel schwarze Schlote.
Aus ihren Mäulern sprudeln Kinder.
Viele leben, wenig Tote.
Alle Körper ohne Schramme.
Auf ihren Köpfen rote Mützen.
Unten stapeln sich die Laiber.
In heißen grauen großen Pfützen.
Oben toben die Kamine.
In den Hallen stöhnen Pumpen.
Daneben stehen fahle Männer.
Um ihre Beine kalte Lumpen.
Niemand spürt hier wunde Qualen.
Keine Seelen – keine Angst.
Nur monotone Mechanismen.
Schlote spucken – Grauen tanzt.
In Mono.
Dienstag, 14. Juli 2009Perfekte Nacht. Die Mühle schimmert magischblau vor
klarem Himmel, Sternen und Lichtern. Lichtjahre alt.
Gedämpfte Töne, kaum Kontraste.
Mühle und Himmel. Funkelnd und still.
Weißer Mond wirft matten Schein.
Entspannte Ruhe, Atem geht.
Schritte rascheln, feuchtes Gras. Wenig Wind.
Leicht und warm. Oben die Sterne. Lichtjahre alt.
Blazin’ Speed Neon Lights.
Freitag, 10. Juli 2009through the valley, over the heights
searchin’ for blood, searchin’ for fights
in a fast fancy car, dressed for the night
lookin’ for trouble, the moment is right
they crossin’ the bridge, passin’ the stream
the guys are heading to the city agleam
through the valley and over the heights
towards big red blazin’ speed neon lights
-
-
dazu passt…
42,195.
Donnerstag, 7. Mai 2009Die Straße fliegt, der Wille bebt, Gedanken werden nichtig.
Applaus macht, dass es weitergeht. Nichts andres ist jetzt wichtig.
Wasser, Menschen, Energie: Mut trägt wacker Beine.
Am Ende ist es Poesie: Große Kämpfe sind oft keine.
LEAD AWARDS.
Dienstag, 5. Mai 2009Those people
So forward
So gifted
So fake
Really?
Altona.
Sonntag, 3. Mai 2009Er spielt Musik. Sie tanzt dazu.
Er singt ein Lied. Sie strahlt dazu.
Der Hut geht ‘rum. In Altona.
Gefühl.
Freitag, 1. Mai 2009Das Gefühl nach dem Kino im Dunkeln allein durch die warme Tiefgarage zum Auto zu gehen.
Das Gefühl sich in den Wagen zu setzen, die Tür zu schließen, den Motor zu starten, loszuzuckeln. Sicher.
Alles.
Sonntag, 12. April 2009Alles ist gut. Alles bewegt sich.
Ich weiß nicht wo ich bin. Aber alles bewegt sich.
Alles ist gut. Die Welt, sie dreht sich.
Warum bloß so flott. Macht nichts, alles bewegt sich.
Die Zukunft ist egal. Hektik entsteht nicht.
Und alles ist gut. Denn alles bewegt sich.
Spuk.
Dienstag, 7. April 2009Nacht und in den kalten Gassen pocht kein Herz, kein Atem geht,
nur Stille und die dunklen Schatten, nur müder Wind der schleichend weht.
Ich trete ein in diese Schatten, spüre ihren kalten Hauch,
halte mich fest selbst umschlungen und die Angst, sie hält mich auch.
Schwarz vor Schwarz wandern Konturen, Bäume rascheln dunkle Lieder und die knisternden Figuren jagen Furcht in meine Glieder.
Hier ein Wispern, dort ein Flüstern, besser wär’s ich würde rennen,
doch es sind die schweren Ängste, die fest meine Schritte hemmen.
Ein Gesicht, fade Gestalten: es ist als würden Tannen wandern.
In Not und Schock steh ich versteinert, spüre meinen Mut mäandern.
Zischen, knistern, knastern, rascheln, Stimmen, Laute, Stille, Lärm:
In meinem Kopf, vor meinen Augen ist’s als wenn hier Geister wär’n.
Ein kalter Hauch, ein Schlag, ein Blitz. Ich beuge mich im Schmerz zum Bogen. In meinem Herzen, meiner Seele spür’ ich jetzt die dunklen Wogen.
Zweige greifen meine Jacke. Was passiert? Ich bin wie Eis.
Der Teufel steckt in dieser Gasse. Meine Augen werden heiß.
Kalter Regen, kalter Regen – frischer Schwall und kühler Kopf.
Bin am Boden, doch am Schweben: Klarheit rüttelt meinen Schopf.
Geister, Bäume, Laute, Schmerzen: Alles nur ein böser Traum?
Der gute Tropfen – viel getrunken. Morgen gibt der Wahrheit Raum.
Ich stehe wieder, fühle Leben, zitternd aufrecht, Blut am Munde.
Geister sind mir ausgetrieben – es bleibt der Nebel früher Stunde.
Luzid.
Mittwoch, 1. April 2009Der Morgennebel lichtet sich.
Er nimmt ihren Kopf in seine Hände und sie seinen. Es war eine lange Nacht mit klarem Himmel. Es waren die Umsätze ihres Lebens. Alle wollten schweben – Sirenen wollten die beiden. Aber sie waren langsam.
Dann war blaue Stunde. Dann war nur noch Glück. Und der Nebel. Und jetzt ihr Haar in seinen Händen und ihre Hände auf seinen Wangen.
Morgensonne. Das Taxi kommt. Pläne sind gemacht. Der Flug geht bald. Ohne sie.
Mimir.
Montag, 30. März 2009Ich sitze am Fenster. Schaue in den Regen. Graue Tropfen auf der kalten Scheibe. Graue Vögel unter grauen Dächern. Sie plustern sich auf und beobachten graue Menschen in grauen Autos auf dem grauen Parkplatz. Ihre Gesichter sind grau. So wie der Himmel. So wie die Wolken. So wie die Pfützen. So wie die Bäume. So wie der Tag.
Die Menschen ziehen die Mäntel zu. Der Regen wird stärker. Der Wind bläst. Tropfen wirbeln wild. Tüten flattern über den Asphalt.
Ein Kind fällt hin und der Regen hört auf.
Ich schaue über den Parkplatz und über die Gewerbebrache dahinter. Ein Riese lukt über das Dach. Sein borstiges rotes Haar kreiselt im Wind. Ich winke ihm zu. Er kneift die Augen zusammen und späht quer herüber in mein Fenster. Er winkt kurz zurück, senkt die Hand und duckt sich hinter die Fassade.
Ich lehne mich nach hinten.
Versinke im Sitz. Die Wolkendecke bricht auf, die Sonne kommt raus, der Wind flaut ab, ich öffne das Fenster, schreibe einen Reim, nippe am Glas, sehe die Vögel, schließe die Augen, atme durch, strecke mich, gähne, beuge mich runter, greife meine Tasche, krame nach Zeug, spüre feuchtwarme Brise, Zettel flattern, ich richte mich auf, haue unter die Tischkante, rubbele meinen Kopf, schaue aus dem Fenster.
Riesenbesuch.
Schwärze.
Sonntag, 8. März 2009Sie hat Kriege gesehen. Sex und Gewalt.
Jetzt fühlt sie sich matt.
Kranke Stadt.
Zukunft ist rar. Was ist noch wahr?
Die Straßen sind still.
Menschen in Müll.
Fabriken rauchen. Maschinen stöhnen.
Ihre Chancen sind weg.
Lungen voll Dreck.
Sie will nicht mehr. Farben sind aus.
Kräfte nicht minder.
Schmutzige Kinder.
Ihre Wohnung ist kalt. Eine fremde Gestalt.
Sie liegt nackt am Boden.
Klatschende Hoden.
Vollkommene Leere. Undendliche Schwere.
Blut formt einen Bach.
Sprung vom Dach.

